Register der Zunft zur Blume (Metzgerzunft)

Historisch sehr wertvolles Dokument, es zeigt die Macht einer der Zünfte der Stadt Straßburg unter dem Ancien Regime mit spezifischen Funktionen und eigenen Merkmalen…

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Register der Zunft zur Blume (Metzgerzunft) von 1753, XI 118

Ein Beweis für die Macht einer Straßburger Zunft unter dem Ancien Regime

Dieser Register aus dem Jahr 1753, klassifiziert als XI 118 erlaubt uns, zu verstehen, wie sehr diese Zunft (unter den etwa zwanzig, die in Straßburg nach 1482 gegründet wurden) eine der führenden lokalen politischen Institutionen ist und ein grundlegendes Räderwerk in der Organisation der Berufe, eingeführt für die Entwicklung der Stadt.

... mit sehr präzisen Aufgaben

Die Fleur hatte die hauptsächliche Aufgabe der Reglementierung der Ausübung der Berufe der Metzger, Wurstmacher und Metzger für Innereien und die gute Ausbildung seiner Mitglieder durch ein gesichertes Monopol der Tätigkeit. Sie hatte auch noch andere Aufgaben - Politik, Geselligkeit, Gottesdienst und gegenseitige Hilfe - die daraus natürlich entstand.

Sie wurde geleitet von einem Direktor (Oberherr), unter anderem Nikolaus Johann Dietrich, in 1753, dessen Wappen auf dem Deckblatt des Registers zu finden sind.

…und einer besonderen Bezeichnung

Sie trug den Namen des Zeichens der Zunftstube, das heißt des Ortes, an dem sich die Mitglieder der Gruppe trafen und die sich damals in der Rue des Boucher 19 befand (inzwischen verschwunden).


Ein letztes Zeugnis vor dem Verschwinden einer säkularen Institution

Als direkte Folge der Revolution wird die Blume (wie alle anderen Straßburger Zünfte) jedoch abgeschafft durch das Gesetz Le Chapelier vom 14. Juni 1791, das sehr schnell auf die Dekrete d'Allarde vom 2. und 17. März 1791 folgte am Ursprung der Freiheit des Handels und der Industrie in Frankreich.