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In Straßburg gut geboren werden

Eine Geschichte der Kindheit

Veröffentlichungen des Archiv

Wenn das Kind zur Welt kommt, konzentriert sich die Aufmerksamkeit seiner Eltern, aber auch die der Stadt auf das Kind. Tatsächlich interessiert die Geburt, ein Faktor des Bevölkerungswachstums und damit des Reichtums, das Leben der Gemeinschaft, die sie registriert, durch Rituale begrüßt, ihr eine besondere Gesetzgebung widmet und spezielle Institutionen schafft. Straßburg erlässt ab dem 16. Jahrhundert Gesetze für diejenigen, die eine Geburt überwachen, die Hebammen. Im achtzehnten Jahrhundert steht die Stadt an der Spitze der europäischen Geburtshilfe, indem sie die erste Schule für Hebammen gründet auf Initiative von Jean-Jacques Fried (1689-1769). Aber wenn Babys immer als unschuldige Wesen betrachtet werden, die den Schutz der Gesellschaft brauchen, werden sie auch genauso lange bestenfalls als kleine Erwachsene mit einer unsicheren Lebenserwartung angesehen und im schlimmsten Fall als bloße Verdauungskanäle. Fatalismus herrscht vor gegenüber der hohen Sterblichkeit von Kleinkindern, oft aufgrund einer schlechten Hygiene und einer unzureichenden Ernährung.

2012

64 seiten - 21 x 27 cm


In den Sattel! Vom Veloziped zum Vélhop

Veröffentlichungen des Archiv

Im Jahre 1817 erfand der Baron Karl von Drais das Veloziped, ein Fahrrad aus Holz ohne Pedal.
Zunächst bleibt das Fahrrad ein Gegenstand der Neugierde und Agilität, jungem unerschrockenen Männer der Oberschicht vorbehalten. Das "Sicherheitsfahrrad" wird 1884 erfunden. Sicher geworden, findet das Fahrrad schnell Anklang, dank seiner industriellen Fertigung. Viele Fahrradhändler eröffnen Geschäfte in Straßburg.
Aber dieses neue Verkehrsmittel ist nicht ohne Probleme in der Stadt, in der es noch seinen Platz finden muss. In der Zeit zwischen den Kriegen ist das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel der unteren Klassen geworden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Auto an der Reihe, sich zu verbreiten. Aber dieses "Alles aufs Auto setzen" wird 1973 in Frage gestellt mit der ersten Ölkrise. Von diesem Zeitpunkt an erobert das Fahrrad einen reservierten Bereich auf der Straße: die Fahrradwege. Die Stadtgemeinschaft Straßburg verfügt heute über ein Radwegenetz von 560 km. Dem Beispiel anderer Städte folgend, hat Straßburg 2010 ein Selbstbedienungs-Fahrradnetz in Betrieb genommen: das Vélhop.

2013

72 seiten - 21 x 27 cm