Aktuelle Ausstellung im Archiv

Strasßburg 1918-1924

Die Rückkher zu Frankreich

Im Rahmen der Jahrhundertfeier des Endes des Ersten Weltkrieges präsentieren das Archiv der Stadt und Eurométropole Straßburgs, das Historischen Museum der Stadt Straßburg und das Museum Tomi Ungerer – Internationales Zentrum für Illustration gemeinsam rund 150 Dokumente und Exponate, welche die komplexe Geschichte dieses Epochenwechsels zwischen 1918 und 1924 in Straßburg verbildlichen.

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Plakatt der Ausstellung Straßburgt 1918-1924, die Rückkher zu Frankreich

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Einzug der Franzosen am 22. November 1918 durch das Schirmeckertor

Der Einzug der französischen Truppen am 22. November 1918 bildet einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte Straßburgs, die 48 Jahre lang Hauptstadt des Reichlandes Elsass-Lothringen gewesen war. Somit besiegelt dieser Einzug die Rückkehr der Stadt in den Schoß Frankreichs. Nach vier Jahren Krieg und Militärdiktatur und nach den unruhigen Tagen der „November Revolution“ empfängt eine jubelnde Bevölkerung die Franzosen als Befreier. Aber nach den Festlichkeiten wird das Erbe eines halben Jahrhunderts Zugehörigkeit Straßburgs zum Deutschen Reich immer deutlicher und es ist nun kaum übersehbar, wie sehr sich die Stadt seit 1870 verändert hat.

 

 


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Postkarte für eine Spende zu Gunsten der deutschen Vertriebenen aus Elsass-Lorthringen

Eine der dringendsten Fragen ist diejenige des Schicksals der 60.000 „Altdeutschen“, die in der Stadt leben. Sie bilden immerhin rund 30 % der Bevölkerung. Fast die Hälfte von ihnen verlässt die Stadt, entweder freiwillig oder sie werden ausgewiesen. Dies betrifft auch Elsässer, die von Sortierungskommissionen als „deutschfreundlich“ eingestuft werden.
Diese „Säuberungspolitik“ bewirkt eine Ausradierung der Eliten, besonders an der Universität und im Bereich der Kultur.


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Entfernung des badischen Greifen von der Rheinbrücke, 1919

Um die Erinnerung an die deutsche Zeit verschwinden zu lassen, wir eine aktive Franzisierung eingeleitet, aber diese stößt auf die lokale Gesetzgebung, die Frage der Zweisprachigkeit und die Rolle der Religion im Schulwesen, die die Bevölkerung verteidigt. Nach und nach kehren die
Straßburger zu einem normalen Leben zurück. Diese Rückkehr ist dennoch durch den Aufstieg eines elsässischen Unbehagens geprägt, als Folgevon Schwierigkeiten bei der Rückgliederung der wiedergewonnenen Provinzen an das französische Vaterland.


Öffnungszeiten

Montag und Dienstag von 13.00 bis 17.00 Uhr
Von Mittwoch bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt frei


Im Museum Tomi Ungerer - Internationales Zentrum für Illustration

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Tomi Ungerer, Frankreich dem Elsass geben, 1990

Neben der Ausstellung im Archiv präsentiert das Museum Tomi Ungerer - Internationales Zentrum für Illustration vom 16. November 2018 bis zum 17. März 2019:

Straßburg 1918-1924, die Rückkehr zu Frankreich gesehen durch die Zeichner

Geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Dienstags geschlossen.

Mehre Infos auf der webseite des Tomi Ungerer Museums



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Archives de la Ville et de l'Eurométropole de Strasbourg

  • 32, avenue du Rhin 67076 Strasbourg cedex
  • +33 (0)3 68 98 51 10
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