Die vor Ort einzusehenden Dokumente

Die Veröffentlichung der Dokumente im Lesesaal und im Internet wird geregelt durch das Gesetz zum Kulturgut - Code du Patrimoine (Legifrance).

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Übermittlung einer Akte im Lesesaal

Welche Dokumente können Sie einsehen?

Alle Dokumente sind frei einsehbar mit Ausnahme derer, die die Privatsphäre,  die ärztliche Schweigepflicht, das Betriebs- und Geschäftsgeheimnis, die Sicherheit des Staates, die Justiz sowie den letzten Familienstand betreffen.

  • Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse: 25 Jahre
  • Sicherheit des Staates, öffentliche Sicherheit: 50 Jahre
  • Schutz der Privatsphäre: 50 Jahre
  • Dokumente mit einem Werturteil oder einer Beurteilung über eine natürliche Person: 50 Jahre
  • Statistiken: 25 Jahre
  • Auf Grundlage von privaten Verhaltensweisen erstellte Statistiken einschließlich der Volkszählungen: 75 Jahre (Abweichungen derzeit möglich)
  • Strafrechtlichen Ermittlungen und Gerichtsakten: 75 Jahre
  • Familienstand, Geburtsurkunden und Heiratsurkunden: 75 Jahre
  • Familienstand, Tod: sofort zugänglich
  • Familienstand, 10-Jahres-Register: sofort zugänglich
  • Minderjährige betreffende Dokumente: 100 Jahre
  • Personalakten: 50 Jahre
  • Ärztliche Schweigepflicht: 25 Jahre nach dem Tod, 120 Jahre ab dem Zeitpunkt der Geburt

Die Fristen werden berechnet auf Grundlage des Datums auf dem Dokument oder auf Grundlage des jüngsten Dokuments im Dossier oder im Register. Ein Dossier kann Dokumente enthalten, die sich auf mehrere Fristen beziehen.

Ein Verfahren zur Anwendung einer Ausnahmeregelung ist gesetzlich vorgesehen. Es ist individuell und hat nicht das Recht zur Folge, das Dokument zu vervielfältigen. Der Leser verpflichtet sich auch, bestimmte Arten von Informationen nicht offenzulegen, wie es ihm angegeben wird.

Was die privaten Bestände betrifft, die im Archiv von Straßburg aufbewahrt werden, so fallen sie unter die einheitliche Frist für ihren größten Teil oder sie sind zugänglich nach einer vom Spender oder dem Überlasser festgelegten Frist bzw. auf besondere Genehmigung des Überlassers.

Auf der anderen Seite sind  aus Gründen der Erhaltung eine Reihe von empfindlichen Dokumenten oder Dokumenten in schlechtem Zustand nicht zugänglich bis zu ihrer Restaurierung oder Digitalisierung.

Die am häufigsten eingesehenen Dokumente sind bereits digitalisiert und online einsehbar.


Wie viele Dokumente können Sie einsehen?

Aus Gründen des reibungslosen Ablaufs ist die Anzahl der Dokumente auf 10 Klassifizierungen pro Sitzung und pro Leser beschränkt.

Die Konsultation der Dokumente im Lesesaal ist beschränkt auf zehn Klassifizierungen pro Person und pro Sitzung. Wenn Sie diese Zahl erreichen, benachrichtigt die Kommunikationssoftware Sie und Sie können nichts mehr bestellen.

Es liegt also an jedem Leser, seinen Vorrat an Dokumenten gut zu verwalten und seine Suchvorgänge sparsam und effizient zu organisieren.

Sie können Dokumente für später aufheben, von einer Sitzung zur anderen. Aber vergessen Sie nicht, zu kommen und sie einzusehen, um die Aufbewahrung des Saals nicht zu überlasten!

Wie auch immer, das Personal im Saal steht immer zu Ihrer Verfügung, um Ihnen bei Ihrer Suche zu helfen.


So erhält man ein Dokument zur Einsicht

Die Konsultation der Dokumente erfolgt nur im Lesesaal, ohne externen Verleih.

Um ein Dokument zu bekommen, sollte der Leser zunächst die Inventarverzeichnisse durchsehen, in Papierform oder in der Datenbank, die seiner Suche entspricht. Er notiert dann genau die Klassifizierungsnummer.

Die Anfrage kann entweder auf Grundlage der Datenbank erfolgen oder indem man direkt in einem dafür vorgesehen Computer im Lesesaal die Signatur abfragt.

In einigen Fällen erfolgt der Zugang über eine digitalisierte Kopie, entweder am Bildschirm oder über das Internet. Dieses Verfahren ermöglicht es, empfindliche und häufig nachgefragte Originale zu erhalten.

Wie auch immer, das Personal im Saal steht immer zu Ihrer Verfügung, um Ihnen bei Ihrer Suche zu helfen.