Notarielle Beständen

Eine Besonderheit des straßburger Stadtarchivs ist, dass es viele Bestände von umfangreichen notariellen Urkunden umfasst aus der Zeit vor 1794.

Ein Dokument der Kontraktstube von 1529 (KS)  (jpg - 1890 Ko)

Ein Dokument der Kontraktstube von 1529 (KS)

Was sind notarielle Urkunden?

Es handelt sich ganz allgemein um von einem Notar ausgestellte öffentliche Urkunden, also Eheverträge, Schenkungen, Testamente, Inventare, Erbstreitigkeiten, Vormundschaften, Vollmachten und Obligationen.

Alle notariellen Urkunden im Archiv von Straßburg sind in deutscher Sprache ausgestellt, aber nicht ausschließlich, und in den Serien  KS und NOT klassifiziert.


Welches sind die erzeugenden Institutionen?

Die Kontraktstube

Die 800 Register, aufbewahrt in der sogenannten Kontraktstube decken den Zeitraum 1398-1794 ab. Sie beinhalten Verträge (Kontrakte), d.h. öffentliche Urkunden im Namen der Stadt Straßburg und die Chartas des Rates (Ratsurkunden), beurkundet ab 1226.

Das bischöfliche Offizialat

Die etwa 200 Register von notariellen Urkunden, ausgefertigt vom Offizialat decken den Zeitraum von 1450-1633 ab. Sie beinhalten Urkunden mit Siegeln (das erste bekannte Exemplar datiert aus 1248) und von öffentlichen Notaren ausgestellte Urkunde.

Die Notariate

Die Bestände von notariellen Urkunden der Serie NOT (etwa 2500 Objekte) von Notariaten in Straßburg decken den Zeitraum 1598-1755 ab. Sie enthalten öffentliche Urkunden:

Alle diese notariellen Urkunden ergänzen diejenigen aus Straßburg, die im Departementalarchiv Bas-Rhin aufbewahrt werden: der Bestand 6 E 41 (Zeitraum 1682-1791) und diejenigen der Unterserie 7 E (Periode 1791-1850) und der Serie W (Zeitraum nach 1850).